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Der Filmtipp: Das Ende der Sterne (2026)

Autorenbild: Michael Scharsig
Michael Scharsig
vor 22 Stunden
2 Min. Lesezeit

Ridley Scott ist einer der ganz großen Regie-Namen seiner Zeit und das wird der Macher von Alien, Gladiator und Der Marsianer auch immer bleiben. Allerdings schwankt der mittlerweile 88-Jährige in den vergangenen Jahren qualitativ immer stärker zwischen Meisterwerk und Rohrkrepierer. Schafft er mit seiner Buchverfilmung The Dog Stars aka Das Ende der Sterne noch einmal die Wende?


Jacob Elordi und Margart Qualley in Das Ende der Sterne

Pluspunkte


Die erste Hälfte des Films macht von Beginn an klar, dass es hier kein Action-Feuerwerk geben wird, sondern eher einen ruhigen, teilweise schon fast meditativen und poetischen Blick auf die Zeit nach dem Ende. In Kombination mit wirklich beindruckenden Aufnahmen Colorados funktioniert das atmosphärisch auch ganz gut. Vor allem Guy Pearce und Josh Brolin als grummelige Wegbegleiter der beiden Hauptfiguren punkten zudem mit Charme. Auch Vierbeiner Jasper weiß durchaus die Herzen der Zuschauer für sich zu gewinnen.  

Schwachpunkte

Das wiederum gelingt Jacob Elordi mit seinem dauerdepressiven Schlafblick ebenso wenig wie Margaret Qualley, bei der ich mittlerweile nur noch darauf warte, wann und nicht ob sie sich flirty auf die Lippen beißt. Die Chemie der beiden wirkt auf mich so forced wie Edward & Bella, nur dass wir hier 15 Minuten beim Holzhacken und Steine wegschieben zugucken. Das große Problem des Films sind aber die in Teilen schwachsinnigen Actionszenen, die vor allem in der zweiten Hälfte in ein absurd-ödes Finale münden. Dieses Finale begreift der Zuschauer auch erst als „Finale“, weil die Credits irgendwann aus dem Nichts erscheinen. Dazwischen gab es noch einmal 20 Minuten heile Mormonenwelt – warum auch immer.


DarstellerInnen

⭐⭐

Story

Unterhaltung

⭐✨

Spannung

⭐⭐✨

Humor

⭐⭐

Effekte

⭐⭐✨

Gewalt

⭐⭐

Filmmusik

⭐⭐

Produktionsdesign / Szenenbild

⭐⭐⭐

Fazit: ⭐⭐⭐ / 5

Ganz ehrlich, unser Held fliegt hier ein bisschen zu lange und zu oft durch die Luft. Dass er sensibel, trauernd und tiefgründig ist, wussten wir etwa nach 5 Minuten. Optisch ist dem Film nichts vorzuwerfen, auch nicht Ridley Scotts Ansatz mal etwas reduzierter ans Werk zu gehen. Doch die Inszenierung einiger zwischenmenschlichen Momente sowie die Sequenz am Grand Junction Regional Airport wirken so überhastet, mies geschnitten und wirr, dass sich Das Ende der Welt im Schlussspurt seiner einzigen zwei Stärken selbst beraubt: Melancholie und Atmo.

Start: 27. August 2026 Länge: 1 Stunde 59 Minuten Regie: Ridley Scott Darsteller: Jacob Elordi, Margaret Qualley, Josh Brolin, Guy Pearce Das Ende der Sterne könnte Dir gefallen, wenn Du diese Filme magst: The Road, IO, The Book Of Eli



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