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der Filmtipp: HOPE (2026)

Autorenbild: Michael Scharsig
Michael Scharsig
vor 20 Stunden
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 10 Minuten

Der angeblich teuerste Film Südkoreas sorgte bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes für ordentlich Furore. Dass das Paar Alicia Vikander und Michael Fassbender in den Credits auftaucht, machte den neuen Film von Na Hong-jin noch interessanter. Und auch wenn ich selbst kein großer Fan des koreanischen Kinos bin – die ersten Trailer fingen mich sofort ein. Worum es genau geht, war vorab nicht wirklich bekannt. Ich kann euch aber beruhigen, um einen Wal in der Ostsee geht’s nicht.

 

Szene mit Jung Ho-Yeon in HOPE (2026)

 

Pluspunkte

Die ersten 50 bis 60 Minuten sind über dieses Jahr hinaus mit das Beste an Creature-Feature-Action, was ich seit sehr sehr langer Zeit gesehen habe. Die Kameraführung und vor allem das unfassbar große und bis ins kleinste Detail aufgestellte Setting sind dafür verantwortlich, dass Du von Beginn an gespannt im Sessel sitzt. Mein Gott sieht dieser Film anfangs großartig aus. Auch ein eingestreuter Running Gag über illegalen Waffenbesitz macht Spaß. Es wird blutig, rasant und teilweise sehr schwarzhumorig,…

Schwachpunkte

…dann macht die ganze Story eine Atempause – und verstrickt sich anschließend völlig unerwartet im zweiten Akt. Mit widersprüchlichen Monstern, einem grauenhaften Figuren-CGI, einem Drehbuch, das nicht mehr weiß, ob es Satire, Horror, Action oder Science Fiction sein will, einer Figurenentwicklung zum Fremdschämen und Szenen, die sich wie Kaugummi in die Länge ziehen. Hier wird eindeutig auf ein Franchise gehofft und gezielt, was die Geschichte für HOPE aber in sich zusammenstürzen lässt.


Darsteller

⭐⭐

Story

⭐✨

Unterhaltung

⭐⭐⭐

Spannung

⭐⭐✨

Humor

⭐⭐

Effekte

Gewalt

⭐⭐⭐

Filmmusik

⭐⭐

Produktionsdesign / Szenenbild

⭐⭐⭐⭐

 

Fazit: 3 / 5 Wäre HOPE ein Kurzfilm und hätte nach der ersten „Verfolgungsjagd“ seine Geschichte zu Ende erzählt, der Film hätte nachhaltig Euphorie in mir ausgelöst. Was hatte ich Spaß an dieser ganzen Sequenz im Dorf. Leider paart sich überzeichnete koreanische Theatralik mit all den bereits zuvor genannten Minuspunkten und einer viel zu zähen Spielzeit. Wer auch immer diese Durchfall-Story, die „Gewerkschaft“ und das CGI durchgewunken hat – such Dir einen neuen Job, mein Freund. Ein Downfall so tief, dass selbst drei Punkte gut gemeint sind.


Start: 8. Oktober 2026 Länge: 2 Stunden, 36 Minuten

Regie: Na Hong-jin Darsteller: Jung-min Hwang, Jung Ho-Yeon, Michael Fassbender, Alicia Vikander

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