der Filmtipp: Whalefall (2026)
Wir alle haben das schon erlebt. Du willst einfach nur frühmorgens nach den Überresten Deines Vaters tauchen, da kommst Du ausgerechnet einem Pottwal bei der Jagd nach einem Riesenkalmar in die Quere und wirst lebendig verschluckt. Der neue Film Whalefall mit Shootingstar Austin Abram bleibt nah an den alltäglichen Lebensgeschichten und… Okay, ich höre auf. Es ist vielleicht die kurioseste Story des Kinojahres 2026 – warum der Film seinem Hype gerecht wird und trotzdem Schwächen hat? Weiterlesen!

Pluspunkte
Von der ersten Minute an gelingt Regisseur Brian Duffield, seinen Film so ernsthaft wie nur möglich zu inszenieren. Dabei spielen Score, Licht und vor allem Setting eine durchaus brillante Rolle. Es geht schnell zur Sache – vom Unfall bis zum Überlebenskampf im Inneren des Wals wird es wunderbar ekelig und klaustrophobisch. Es knackt, wabbelt, glibbert und dröhnt die ganze Zeit. Austin Abrams komplettiert das Ganze mit reifer und authentischer Darstellung.
Schwachpunkte
Leider bremst der Film sich aber fast durchgehend mit einer Parallelgeschichte aus, die das Vater-Sohn-Verhältnis zwischen Abrams und des von Josh Brolin verkörperten Seebären erzählt. Statt das Ganze anfangs aufzubauen und später einen Pay-Off zu inszenieren, wird ununterbrochen vor- und zurück gespult, damit auch der Letzte versteht, warum unser Taucher noch lebt. Als wäre das nicht schon lahm, driftet Whalefall immer mehr ins Spirituelle ab.
DarstellerInnen | ⭐⭐⭐ |
Story | ⭐⭐⭐ |
Unterhaltung | ⭐⭐⭐ |
Spannung | ⭐⭐⭐✨ |
Humor | ⭐ |
Effekte | ⭐⭐✨ |
Gewalt | ⭐ |
Filmmusik / Score | ⭐⭐⭐ |
Produktionsdesign / Szenenbild | ⭐⭐⭐⭐ |
Fazit: ⭐⭐⭐ / 5
Whalefall ist einer der besseren Durchschnittsfilme. Optische Probleme und Logiklücken werden perfekt durch Licht, Setting und kreative Ideen überspielt, das Innere des Wals ist super beklemmend. Josh Brolins völlig überzeichnete Vaterfigur, das stände Hin- und Her zwischen Überlebenskampf und Gefühlsduselei und der Mufasa-Life-Of-Pi-Vibe nerven irgendwann aber nur noch. Vor allem wegen der ersten Hälfte trotzdem sehenswert!
Start: 15. Oktober 2026 Länge: 1 Stunde 46 Minuten
Regie: Brian Duffield
Darsteller: Austin Abrams, Josh Brolin, Jane Levy
Whalefall könnte Dir gefallen, wenn Du diese Filme magst:
Sanctum, The Cave, The Devil’s Mouth





Kommentare