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Naomi Scott – F.I.G (2026)

Autorenbild: Michael Scharsig
Michael Scharsig
21. März
1 Min. Lesezeit

Mit einer einzigen Filmrolle hat Naomi Scott es geschafft, dass ich seither ihre Karriere als Künstlerin mit ganz anderer Spannung verfolge. Ihre Hauptrolle im zweiten Teil von „Smile“ ist in meinen Augen eine der ikonischsten Leistungen der 2020er Jahre. So etwas sage ich nicht leichtfertig. Im Film spielt sie einen Popstar und performt dort Songs, die sie auch im wahren Leben als Musikerin auf Streaming-Plattformen veröffentlicht hat. Nun endlich, folgt ihr Debütalbum.


Naomi Scott Konzertfoto (Facebook)

Pluspunkte


Anders als ihre Hollywood-Vorgeschichte vermuten lässt, wollte Naomi hier komplett auf Hype, Epik und Pop-Hymnen verzichten und das steht ihrem Sound ungemein gut. Über entspannte Lofi-House-Beats, Ambient-Klanglandschaften oder funky Gitarren legen sich warme Synthlinien und ihr gefühlvoller, nuancierter Gesang. Ein lässiger Vibe, inspiriert vom 80er Soul-Pop, aber immer mit eigener Frische.


Schwachpunkte


Es gibt gerade einmal zwei Songs über drei Minuten, nach nicht mal einer halben Stunde ist dieser beinahe meditative Pop schon wieder vorbei. Das ist schon arg wenig Spielzeit. Dadurch, dass das Album so leise und minimalistisch bleibt, könnten diejenigen enttäuscht werden, die sich vielleicht mehr Nummern gewünscht hätten, die nach vorne gehen.



Fazit: ⭐⭐⭐⭐ / 5


Die große Stärke von F.I.G ist sein unaufgeregter Charakter. Aber bitte nicht mit Langeweile verwechseln. Hier steckt die Kraft in Naomis artistischen Videochoreos, im gelungenen Kniff, sich in jedem einzelnen Track bewusst reduziert zu geben – und trotzdem jede Menge zu sagen zu haben. Das ebnet viele Wege und Türen für weitere Etagen ihrer Entwicklung als Künstlerin. Elegant, zurückhaltend und durchweg stilvoll produziert.


Meine drei Highlights: Gracie, Cut Me Loose, Losing You

Das Album könnte Dir gefallen, wenn Du diese Artists gerne hörst: Arlo Parks, Solange, Jessie Ware


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