Nonpoint – The Last Word (2026)
Wer das Wort „Nu Metal“ hört weiß, unter den Freunden lauter Musik löst dieses Genre unweigerlich Diskussionen aus. Was ist überhaupt Nu Metal, gibt es Nu Metal noch und ist Nu Metal schlecht? Bla bla bla. Was in Deutschland zwischen Namen wie Limp Bizkit, Linkin Park und Papa Roach aber kaum Beachtung findet ist der Name Nonpoint. Prompt erdreistet sich die Truppe aus Florida und liefert ihr vielleicht bestes Album ab.

Pluspunkte
Gitarrist Andrew Goldman, Drummer Robb „El Martillo“ Rivera und Bassist Kenneth „KB“ Charman scheinen ihre perfekte Mitte gefunden zu haben und liefern einen Sound, der straight aus den 2000ern kommen könnte. Hier ein bisschen Alter Bridge, dort ein bisschen Drowning Pool. Heavy Groove, fette Riffs, sehr coole und durchdachte Lyrics und ein bestens aufgelegter Elias Soriano am Mic, der seine ganze Bandbreite abfeuern darf.
Schwachpunkte
Wie bei vielen anderen Alben auch müssen wir uns mittlerweile mit gerade einmal zehn Tracks begnügen. Was nicht schlimm ist, wenn das Album dadurch durchweg homogen wirkt – nur hätte ich mir dafür dann wenigstens ein bis zwei Songs mehr gewünscht, die auch mal über vier Minuten hinausbrettern und eingängigere Hooks liefern. Überhaupt klingen die Songs teilweise vollgepackt mit Sound und Lärm, etwas reduzierter würde es noch fetter sein.
Fazit: ⭐⭐⭐⭐ / 5
„The Last Word“ wirkt wie ein frisches Debüt einer jungen Band, ohne Gewicht und mit viel Spielfreude bei jedem einzelnen Song. Kein Track klingt hier wie sein Vorgänger. Kaum zu glauben, dass wir hier vom bereits elften Studioalbum von Nonpoint sprechen. Viel Geschredder und Distortion und dadurch noch einmal eine ganz besondere Energie der 2000er. Ich bin mir sicher, dass das Ding perfekt in den Festivalsommer 2027 passen würde.
Meine drei Highlights:
Red Yeti, Shoreline, Dial Tones
Das Album könnte Dir gefallen, wenn Du diese Artists gerne hörst:
P.O.D., Rise Of The Northstar, Taproot





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