Nothing But Thieves – Stray Dogs (2026)
Es ist schon seltsam. Seit meiner Jugend bin ich ein großer Fan von Muse und immer wieder wurden mir deshalb Bands wie Nothing But Thieves empfohlen. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis ich endlich einen Zugang zu den Briten fand. Ironischerweise erst dann, als die Band gefühlt aus Versehen mit ihrem tanzbaren Album Hits produzierte. Nun sollte es aber zurück zu ursprünglichen Rock-Sounds gehen – gelingt diese Rückkehr?

Pluspunkte
Schon der titelgebende Opener strotzt mit seinem Spannungsaufbau im Mittelteil vor Muse-Energie. In den darauffolgenden Songs gibt’s mal Groove, mal radiotauglichen Pop-Rock – beides funktioniert. Im weiteren Verlauf sind es vor allem die gitarrenlastigen Tracks, die von KI-Kritik über tanzbaren Stadionrock bis hin zu Britrock-Vibes reichen – das alles perfekt im Einklang mit Conor Masons ausdrucksstarker Stimme.
Schwachpunkte
Nach einem starken Einstieg in das Album versandet das Tempo durch Death In The Backseat leider ein bisschen und wird dann durch gleich drei weitere melodisch-melancholische Nummern ausgebremst. Zudem besitzt der Longplayer leider nicht diesen einen großen Hit, sondern ruht sich ein bisschen darauf aus, überhaupt erstmal wieder den Weg von Club und Synth zurück zum Rock gefunden zu haben.
Fazit: ⭐⭐⭐⭐ / 5
Es ist schon ein bisschen widersprüchlich. Eigentlich besitzt Conor Mason eine Stimmfarbe, die ich immer zuerst für Herzschmerz und große Stadionballaden einsetzen würde. Gleichzeitig harmoniert er auf „Stray Dogs“ aber immer dann besser mit seiner Band, wenn seine Kollegen mal ein bisschen Groove in Drums und Riffs packen, das Tempo anheben oder freidrehen dürfen. Ein Festivalalbum, weniger zum Mitsingen, eher zum Mitgehen!
Meine drei Highlights: Stray Dogs, Baby Kool (Evelyn), American Confidence Das Album könnte Dir gefallen, wenn Du diese Artists gerne hörst: Dead Poets Society, Muse, Royal Blood





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