top of page

Tom Morello – Everyone Gets Everything They Want (2026)

Autorenbild: Michael Scharsig
Michael Scharsig
vor 4 Tagen
2 Min. Lesezeit

Leider habe ich Mr. Rage Against The Machine bei Rock am Ring nicht sehen können. Vor allem von seinen Live-Shows höre ich durchweg nur Gutes. Darüber, dass er einer der signifikantesten Gitarrenmenschen out there ist, müssen wir ohnehin nicht diskutieren. Mit „Everyone Gets Everything They Want“ veröffentlicht er nun sein Solo-Album, auf dem sich Caleb Shlomo, Serj Tankian und Kneecap befinden. Wild. Funktioniert sein gesellschaftskritisches Ding auch in Form von 12 Tracks als Album-Konzept?



Pluspunkte


Vom ersten Moment des Longplayers an höre ich heraus, wer hier Gitarre spielt. Was hätte ich mir ein Feature mit Zack de la Rocha gewünscht. Wie cool ist zudem bitte die Idee, einen Protestsong gegen ICE mit seinem 15-jährigen Sohn Roman aufs Album zu packen? Immer dann, wenn Morello seiner Musik erlaubt auch mal funky und dirty zu sein, gehen seine neuen Songs am besten nach vorne. Nur drei Features gibt’s – alle drei geben dem Album mehr.


Schwachpunkte


Es tut mir ums Verrecken leid, aber dieser Sprechgesang von Tom klingt leider unfreiwillig komisch. Ich habe jeden Moment damit gerechnet, dass er das Outro von Michael Jacksons „Thriller“ einspricht. Und obgleich er mich textlich mit jedem einzelnen Song abholt, sind es ausgerechnet die ruhigen Einschübe, die hier wie Fremdkörper wirken. Auch der teils episch ausgebaute Vibe der Tracks funktioniert bei mir nicht. Mehr roher Garagen-Sound hätte besser funktioniert.



Fazit: ⭐⭐ / 5


Vor allem zu Beginn lässt Tom Morello durchblitzen, warum er einer der prägendsten Gitarristen seiner Zeit ist. Leider wirkt die LP konzeptionell aber zu oft überproduziert und inkonsistent. Wer auf Lyrics in Erzählform steht wird’s vielleicht mehr mögen, aber auch hier mache ich Abstriche. So sind es ausgerechnet die oben erwähnten Features, deren Songs das Album aufwerten. Reichen tut das letztendlich aber auch nicht.


Meine drei Highlights: Adjourn it, Unconquered, Everything Burns

Das Album könnte Dir gefallen, wenn Du diese Artists gerne hörst:

Grandson, Eddie Vedder, Rage Against The Machine



Kommentare


Beitrag: Blog2 Post
test.png
bottom of page