Wage War – Landfall (2026)
Wage War sind einer dieser Namen, die aus dem Metalcore nicht mehr wegzudenken sind. Ihr Vorgängeralbum „Stigma“ war mein Einstieg in ihren Katalog und holte mich damals eher weniger ab. Im Kontrast dazu steht, dass ich sie bereits auf Festivals oder als Vorband live erlebt und immer gefeiert habe. Auch ein, zwei Vorabsingles ihres neuen Albums „Landfall“ gefielen mir – kommen wir nun endlich zusammen?

Pluspunkte
Wie gewohnt präsentieren die Metaller aus Florida ein durchweg top-produziertes Album mit druckvollem Sound und schweren Riffs verteilt auf 3-4 Minuten pro Track. Vor allem aggressive Bretter wie Silk, Song Of The Swamp oder Way Of Pain machen Bock. Zudem bekommen wir ein paar Gitarrensolos in Silence Has Spoken oder R3D DOT. Letzterer klingt sehr nu-metallig. Mögen wir. Zudem gefallen die verzerrten Effekte auf God Complex.
Schwachpunkte
Eine Stärke, die gleichzeitig eine Schwäche ist – das Album hat keine musikalische Konsistenz. Zwischen den Hirnbrechern tauchen immer wieder Tracks auf, die melodisch und poppiger sein wollen und die dazu notwendige Eingängigkeit leider vermissen lassen. Zudem befinden sich hier mit Tracks wie Stay With Me oder Sweet Dreams wieder einige dieser inflationären Modern-Metalcore-Nummern, die auf 50 anderen Alben von 50 anderen Artists hätten sein können.
Fazit: ⭐⭐⭐ / 5
Ich werde nach wie vor nicht warm mit Wage War. Auf dem Blatt machen sie nicht viel verkehrt und live durfte ich mich auch bereits von ihrer Qualität überzeugen. Doch wie schon der Vorgänger ist auch Landfall wieder ein konzeptbefreiter Ritt durch verschiedene Richtungen. Ich mag es, wenn Bands experimentieren, ohne ihre Metalcore-Wurzeln zu verlieren, aber in diesem Fall fühlt sich das eher wie eine Compilation an, auf der die härteren Songs mehr Spaß machen.
Meine drei Highlights: Way Of Pain, Silk, R3D DOT
Das Album könnte Dir gefallen, wenn Du diese Artists gerne hörst:
I Prevail, Fit For A King, Of Mice & Men





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